Was ist die GRIP-Struktur?
GRIP steht für „Gekoordiniertes regionales Einsatzverfahren“. Es handelt sich um ein festgelegtes Verfahren, um zu regeln, wer bei einem Vorfall die Leitung hat und wie die Rettungsdienste zusammenarbeiten. Je größer der Vorfall, desto höher die GRIP-Stufe. In diesem Leitfaden erfahren Sie in einfacher Sprache, was die GRIP-Stufen 1 bis 5 (GRIP) bedeuten und welche Anforderungen sie an die Krisenkommunikation stellen.
Was bedeutet „GRIP“ genau?
GRIP ist ein Eskalationsmodell. Eskalation bedeutet: Je größer oder komplexer ein Vorfall wird, desto mehr Personen und Organisationen werden einbezogen. Die Abkürzung steht für „Gekoordiniertes regionales Vorfallbekämpfungsverfahren“. Das Modell stellt sicher, dass jeder weiß, wer über was entscheidet. So wird verhindert, dass verschiedene Dienste aneinander vorbeiarbeiten. Jede GRIP-Stufe legt fest, welches Team die Leitung hat und auf welcher Ebene zusammengearbeitet wird: lokal, regional oder landesweit.
Einzugsgebiet und Wirkungsgebiet
Um „GRIP“ zu verstehen, sind zwei Begriffe hilfreich: das Quellgebiet und das Auswirkungsgebiet. Das Quellgebiet ist der Ort, an dem sich das Ereignis selbst ereignet, zum Beispiel die Fabrik, in der ein Brand wütet. Das Auswirkungsgebiet ist das umliegende Gebiet, in dem Menschen die Folgen spüren, zum Beispiel dorthin, wohin der Rauch weht. Bei kleinen Vorfällen fallen Quelle und Auswirkungsgebiet nahezu zusammen. Sobald sich die Folgen über ein größeres Gebiet ausbreiten, stuft die Organisation den Vorfall auf eine höhere GRIP-Stufe hoch.
Die GRIP-Stufen von 1 bis einschließlich 5
Im Folgenden werden die Ebenen kurz erläutert: worum es geht, wer die Leitung innehat und wie umfassend die Zusammenarbeit ist.
- GRIP 1: Ein überschaubarer Vorfall im Ursprungsgebiet. Die vor Ort eingesetzten Rettungskräfte müssen ihre Arbeit aufeinander abstimmen. Ein Einsatzleitkommando (CoPI) leitet den Einsatz direkt vor Ort.
- GRIP 2: Der Vorfall hat Auswirkungen auf ein größeres Betroffengebiet, beispielsweise eine Rauchwolke über einem Stadtviertel. Neben dem Einsatzleitungsteam (CoPI) tritt ein regionales Einsatzteam (ROT) zusammen, um die Bekämpfung der Ursache und die Bewältigung der Auswirkungen gemeinsam zu koordinieren.
- GRIP 3: Der Vorfall gefährdet das Wohlergehen vieler Einwohner einer Gemeinde. Der Bürgermeister trifft Verwaltungsentscheidungen und wird dabei von einem kommunalen Politikteam (GBT) unterstützt.
- GRIP 4: Der Vorfall geht über die Gemeindegrenzen hinaus und betrifft mehrere Gemeinden. Der Vorsitzende der Sicherheitsregion übernimmt die Leitung, unterstützt von einem regionalen Leitungsteam (RBT).
- GRIP 5: Der Vorfall betrifft mehrere Sicherheitsregionen gleichzeitig. Die Regionen stimmen ihr Vorgehen aufeinander ab; ein Vorsitzender koordiniert im Namen aller betroffenen Regionen.
Was „GRIP“ für die Krisenkommunikation bedeutet
Jede GRIP-Stufe verändert, wer kommuniziert und wie weit die Botschaft reichen muss. Bei GRIP 1 ist die Kommunikation oft noch begrenzt und operativ. Ab GRIP 2 gewinnt die Kommunikation mit der Umgebung an Bedeutung, da der Wirkungsbereich wächst und mehr Menschen etwas wissen oder tun müssen. Ab GRIP 3 kommt die behördliche Kommunikation hinzu. Der Bürgermeister oder der Regionalvorsitzende wird zum Gesicht nach außen, und die Öffentlichkeitsarbeit wird streng koordiniert. Bei den Stufen GRIP 4 und 5 stimmen mehrere Gemeinden oder Regionen ihre Botschaften aufeinander ab, damit die Einwohner überall die gleiche und einheitliche Information erhalten. Je höher die Stufe, desto wichtiger ist eine gemeinsame Kernbotschaft.
Veelgestelde vragen
Was ist der Unterschied zwischen Einzugsgebiet und Wirkungsgebiet?
Das Ursprungsgebiet ist der Ort, an dem sich der Vorfall ereignet, beispielsweise eine brennende Fabrik. Das Auswirkungsgebiet ist das umliegende Gebiet, in dem Menschen die Folgen wahrnehmen, wie beispielsweise Rauch oder Gestank. Je größer das Auswirkungsgebiet ist, desto höher ist in der Regel die GRIP-Stufe.
Wer legt fest, auf welche GRIP-Stufe hochgestuft wird?
Zu Beginn kann der ranghöchste Einsatzleiter vor Ort die Einsatzstufe erhöhen, beispielsweise der Leiter des Einsatzstabs vor Ort. Auf höheren Ebenen trifft der Bürgermeister oder der Vorsitzende der Sicherheitsregion diese Entscheidung. Eine Erhöhung der Einsatzstufe ist jederzeit möglich, auch wenn sich später herausstellt, dass die Lage weniger ernst ist.
Was bedeutet ein höheres GRIP-Niveau für die Einwohner?
Eine höhere Stufe bedeutet, dass ein Vorfall größere Auswirkungen hat und mehr Gemeinden oder Regionen betrifft. Für die Einwohner ist es vor allem wichtig, dass die Kommunikation dann straffer koordiniert wird, damit sie überall die gleiche, klare Botschaft und Handlungsempfehlung erhalten.
Sneller en beter communiceren tijdens een crisis?
CrisisRadar helpt u dit in de praktijk te brengen — van voorbereiding tot de eerste minuut.
Meer gidsen
Was ist Krisenkommunikation?
Die Grundlagen: Was Krisenkommunikation ist, warum sie wichtig ist und wie Sie damit beginnen.
Wie verfasst man eine Krisenmeldung?
Eine übersichtliche Krisenmitteilung in sechs Schritten, mit einem praktischen Beispiel.
Erstellung eines Krisenkommunikationsplans
Was gehört in einen Krisenkommunikationsplan und wie erstellt man einen solchen?